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Zwischenergebnisse

Begleitet vom Institut für öffentliche Dienstleistungen und Tourismus der Universität St. Gallen wurden in den letzten Monaten im Rahmen des Projektes zu verschiedenen Themen so genannte Focusgruppen und Experteninterviews durchgeführt. Diskutiert wurden die sechs Schwerpunktthemen: „Wohnen im Montafon“ „Daheim im Montafon“ „Arbeiten im Montafon“ „Gast im Montafon“, „Mobilität“ und „Mensch – Natur – Landschaft“.
Stärken und Schwächen der Region wurden ermittelt und Handlungsfelder für die einzelnen Bereiche definiert. Rund 90 Personen kamen nun zur ersten Präsentation von  Zwischenergebnissen am 12. Jänner 2006 im Hotel Alpenrose in Schruns.

Fünf Thesen zur aktuellen Situation des Montafons:
Im Mittelpunkt standen dabei fünf Thesen zur aktuellen Situation, die intensiv diskutiert wurden.

1. Grundlegender Funktionswandel

Das Montafon hat sich in der Vergangenheit sehr positiv entwickelt. Die Region hat aber in den vergangenen Jahren einen grundlegenden Funktionswandel erlebt. Der Tourismus
ist heute nicht mehr der zentrale Treiber der Entwicklung, die Wohnfunktion des Tales hat mindestens die gleiche Bedeutung.

2. Auseinanderfallen des regionalen Arbeitsmarktes
In der Vergangenheit hat sich der Arbeitsmarkt im Montafon zwar positiv dargestellt und es sind zahlreiche neue Arbeitsplätze im Tal entstanden. Gleichzeitig ist die Anzahl der
Montafoner und Montafonerinnen, die außerhalb des Tales arbeiten, stark angestiegen.

3. Die (hausgemachte) Verkehrsbelastung
Die Verkehrsbelastung stellt das zentrale Problem des Tales dar, das
dringendst gelöst werden muss. Klar ist, dass die Probleme größtenteils hausgemacht sind.

4. Der Tourismus am Scheideweg
Akzeptanzprobleme in der Region, Probleme im Sommer-Tourismus, Rückgang des Bettenangebots, Konflikte zwischen Tages- und Übernachtungstourismus sowie die Gefahr des Massentourismus stellen große Herausforderungen dar.

5. Der „Anti-Kooperationsvirus“
In der Vergangenheit war die regionale Entwicklung nur sehr begrenzt
durch kooperatives Handeln geprägt. Dies gilt sowohl für die Zusammenarbeit
zwischen den Gemeinden als auch für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen.

In den nächsten Wochen sollen auf dieser Basis in mehreren Workshops die Visionen für das Leitbild „Zukunft Montafon“ weiter entwickelt werden.